Acht(ung) mit mir selbst!

„Der ideale Tag wird nie kommen. Der ideale Tag ist heute wenn wir ihn dazu machen.“ Zitat von Horaz

So hieß vergangene Woche der Vortrag beim alljährlichen Bezirksbäuerinnen-Tag.
Einfach mal eine kurze Auszeit nehmen, „Achtsam mit sich selbst umgehen“ und sich ein paar freie Stunden bei Kaffee und Kuchen zu vergönnen.

Im Bundesland Salzburg sind an bäuerlichen Betrieben zu 40 Prozent die Frauen als Betriebsführerinnen tätig. Und das heißt man ist nicht nur Bäuerin, sondern auch Mutter, Hausfrau, Krankenschwester, Psychotherapeutin usw… genau wie Claudia Jung es in Ihrem Lied besingt. Und weil eben auch verschiedene Generationen unter einem Dach leben ist es ganz wichtig wie man mit den eigenen Worten und deren Formulierung umgeht.

Worte und Handlungen können verletzen, auch wenn man es nicht mit Absicht macht. Das passiert oftmals ganz unbewusst. Und deshalb sagt die Vortragende Sonja Ottenbacher, wenn „die Seele“ leidet, ist das wie wenn man statt Fieber ganz „fürchterliches Herzweh“ bekommt. Deshalb soll man dem anderen mit Achtung gegenüber treten- Wert schätzen, loben –und annehmen, so wie er ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Zufriedenheit. Zum Leben braucht man nicht viel. Vor allem nicht die Dinge….die käuflich sind. Denn die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind die Familie,  Gespräche und Zeit mit Freunden, Arbeit, Gesundheit, Ruhe und Augen für die Schönheiten der Natur. Zeit nehmen für Dinge, wo man innerlich auftanken kann. Sonja Ottenbacher betont es immer wieder, dass die wichtigen… wirklich wertvollen Dinge im Leben alle „kostenlos“ sind.

Und mit einem guten Miteinander dürfen/können wir alle aus diesem Topf schöpfen und es wird eine große Bereicherung sein. Weiters sagt sie, müssen wir wieder lernen vermehrt auf unser Bauchgefühl zu achten, zu spüren und darauf zu reagieren. Und wir sollen den MUT haben, nicht „ja“ zu sagen, wenn wir eigentlich „nein“ sagen wollen. Was wir erstaunlicherweise aber viel zu oft tun. Das lässt sich mit unserem Gewissen nur schwer vereinbaren und wir sind mit uns selber unzufrieden.

Unter dem letzten und auch ganz wesentlichen Punkt finden wir die „DANKBARKEIT“. Dankbar können wir für Vieles sein. Dankbarkeit im Herzen für die großen und kleinen Dinge die wir in unserem Leben erlebt, und aufgebaut haben. Für die Freude, wenn uns etwas gelungen ist. Und vor allem für die Familie, Freunde und Wegbegleiter unterschiedlichster Arten und Zeitabschnitten. Und vor allem auch für das Lachen, dass wir uns hoffentlich immer bewahren! Die Augen sollen von innen heraus strahlen, so wertvoll ist jeder einzelne Mensch von uns! Deshalb sollen wir nicht in der Vergangenheit leben, noch in der Zukunft (das könnte sein, oder passieren), sondern wir müssen in der Gegenwart leben.

Ich dachte mir, dieser Vortrag passt auch zum bäuerlichen Gästeringblog, denn ich freue mich immer ganz besonders, wenn in meinem Ferienhaus am „HOLZENHOF“ Familien- mit Großeltern bis zu Ihren Enkelkindern bei mir Urlaub machen und sich wohlfühlen! Wie sie Spaß miteinander haben und wie alle es genießen und schätzen, weil Sie Zeit füreinander haben! Sei dieser Urlaub ein Treffen um gemeinsam einen runden Geburtstag zu feiern oder einfach „ein Auftanken der Seele“ in unserer schönen Heimat.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein achtsames Umgehen mit sich selbst!
P.S. Gilt natürlich auch für die Männer!
Eure Brigitte Prommegger vom HOLZENHOF

Eine Antwort auf Acht(ung) mit mir selbst!

  • Gitti du hast es auf den Punkt gebracht- danke dir dass du unseren Bezirksbäuerinnentag noch mal in Erinnerung gebracht und die Wichtigkeit unserer Seele hervorgehoben hast. DANKE