Apfelzeit

Im Herbst beschenkt uns die Natur wieder reichlich mit ihren Gaben. Äpfel, Hagebutten, Mispeln und vieles mehr sind nun reif und warten darauf, geerntet zu werden.

Von all‘ diesen Früchten kommt dem Apfel eine besondere Bedeutung zu. Er ist das Lieblingsobst der Österreicher; knapp

20 kg werden davon pro Kopf im Jahr verspeist. Wenig Kalorien, viele Vitamine und einen hohen Nährwert zeichnen ihn aus.

Um den Apfel ranken sich viele Geschichten. Bereits Eva konnte dem Apfel bekanntlich im Garten Eden nicht widerstehen und naschte von der verbotenen Frucht.

 

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Dramatisch wird in der Literatur beschrieben, wie der Schweizer Nationalheld, Wilhelm Tell, mit Pfeil und Bogen einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schoss und damit beider Leben rettete. Um Tod oder Leben geht es auch im Märchen von Schneewittchen, das den von der bösen Königin vergifteten Apfel aß. Aber auch hier gab es bekanntlich ein happy end. Musikalisch warnte Wencke Myhre seinerzeit alle Männer „Beiß nicht gleich in jeden Apfel…, er könnte sauer sein, denn auf rote Apfelbäckchen fällt man leicht herein.“

Doch zurück zur Gegenwart. Traditionell feiern wir seit 1973 am zweiten Freitag im Monat November den „Tag des Apfels“, heuer am 10.11., mit dem Augenmerk auf die heimische Landwirtschaft und die Stärkung des regionalen Konsums. Auch unsere Kinder bereiten sich auf diesen Tag mit zahlreichen Projekten und bunten Zeichnungen vor. Schon unsere Jüngsten lernen in Gedichten und Liedern den Apfel kennen.

Bereiten wir uns auf die bevorstehende Apfelernte in unseren Gärten vor. Auf Äpfel, die auch einmal etwas schrumpelig sein dürfen, in denen auch eine Made zu Hause ist und die nicht mit Giften bespritzt sind, um sie künstlich länger haltbar zu machen. Keine Regelungen schreiben uns vor, wie groß, klein oder rund unsere Äpfel sein müssen.

Genießen wir durch den Eigenanbau den Sortenreichtum dieses Obstes. Von den über 1.500 bekannten Apfelsorten werden im Supermarkt durchschnittlich nur noch 5 – 6 Sorten angeboten. Ältere, sehr schmackhafte und gesunde Sorten geraten dadurch immer mehr in Vergessenheit.

 

 

Das Apfeljahr findet schließlich in der Weihnachtszeit seinen Abschluss mit leckeren Bratäpfeln, deren Duft das ganze Haus durchzieht oder mit kandierten Äpfeln am Stiel auf den Advents- und Weihnachtsmärkten, die jedes Kinderherz höher schlagen lassen.

 

 Freuen wir uns auf diese Zeit ! Liebe Grüße von Margit – Reisenhof