Aufi auf´d Alm

 

Die Freude ist riesengroß, endlich sind die letzen Schneeflecken auf 1640m Seehöhe vergangen und vereinzelt sieht man sogar schon die ersten Blumen blühen. Jetzt kann uns im Tal nichts mehr halten, wir müssen aufi auf´d Alm.

Um die wunderschöne Aussicht, das Gefühl der Freiheit und Gelassenheit mit möglichst vielen Menschen zu teilen, bewirten wir unsere Viehhausalm schon seit 22 Jahren im Familienbetrieb für Einheimische und Gäste aus dem Großarltal.

Rund um die Pfingstfeiertage öffnen die meisten Almhütten in Großarl. Zuvor steht noch einiges an Arbeit an, da der Winter im Gebirge meist nicht spurlos vorüber geht.

Sauerkas

 

Als eine der ersten Schritte beginnen wir bei uns am Bauernhof mit der Herstellung des traditionellen und für Großarl sehr bekannten „Sauerkas“, da dieser mindestens 6 Wochen Reifezeit benötigt.

 

 

Wenn es uns dann der Wettergott ermöglicht und der Weg frei von Schnee ist beginnen wir auf unserer Viehhausalm mit den weiteren Vorbereitungen.

Das Wasser wird angeschlossen, der Ofen wird gekehrt und geputzt und dann wird erst mal so richtig eingeheizt. Während dessen die Bäuerin die Hütte von innen auf Hochglanz bringt, ist für den Bauern rund um die Hütte einiges an Arbeit angefallen.

Vom „haung“ (zäunen), bis hin zum Freiräumen des Weges von umgeknickten oder entwurzelten Bäumen ist alles zu tun.

Damit die Tiere wissen wo sie lang gehen dürfen werden ca. 30 ha unseres Almgebietes eingezäunt. Des weitern muss der Steig abgegangen werden um zu sehen ob Bäume oder Steine auf dem Weg liegen. Aber auch  Felswände die der Straße entlang sind werden von Fachleuten genauestens kontrolliert und gesäubert um Steinschläge zu vermeiden.

Unsere Terrasse wird aufgrund der Lawinensituation im Frühjahr komplett neu aufgebaut und im Herbst wieder abgebaut. Der für die Viehhausalm bekannte Natur-Erlebnisspielplatz ist hingegen so robust gebaut, dass er den Winter meist spurlos vorüber gehen lässt.

Alle Produkte die eine gewisse Reifezeit brauchen haben wir bereits hergestellt, kurz vor  Beginn der Almsaison werden dann noch Frischkäse und Butter gemacht sowie frisches Brot und Kuchen gebacken.

Wenn dann das Gras hoch genug ist, treiben wir das Jungvieh auf die Alm und die schönste Zeit des Jahres beginnt  der Almsommer :-).

Obwohl die Arbeit auf der Alm häufig etwas zeit- und kraftintensiver ist, machen wir es sehr gerne. Die Belohnung dafür erhalten wir während der Sommermonate durch die Wertschätzung unserer zufriednen Gäste.

Alle Vorbereitungen sind nun abgeschlossen, packt in euren Rucksack genügend Zeit und guten Hunger, um eine Almjause bei einzigartiger Aussicht ins Großarltal genießen zu können. Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch.

Da der Großarler Almgesang in unserer Familie seine Wurzeln hat möchte ich diesen Blog mit einer Strophe eines traditionellen Almliedes abschließen:

Lied

Schöne Grüße von der Viehhausalm, Vestl und Ute mit Kindern

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