Ein Osterweihekorb erzählt

 

„Einmal im Jahr habe ich die ehrenvolle Aufgabe die Speisen zur Osterweihe  zu tragen

dazu werde ich mit den traditionellen Lebensmitteln befüllt

Schinken– Schopf vom Schwein, eingesurt,  geräuchert und gekocht

Germzopf oder -kranz

Butter und Käse

Gebackenes Osterlamm

Kren und Salz

Manchmal schwindelt sich auch ein kleiner Schokohase dazu:)

Und natürlich die Eier, so heißt es „müssen an den jeweiligen Tagen von den Hennen gelegt werden

Das Antlassei wird grün gefärbt,  wird vor der Stalltür eingegraben oder über das Dach geworfen- gegen Feuer und Blitzschlag

Das Karfreitagei wird rot gefärbt, erinnert an den Tod Jesus, ist ein Segensbringer der Gesundheit und bewirkt das Ausbleiben von Unglück, speziell von Verletzungen beim Holzhacken

Das Karsamstagei wird blau gefärbt, wird in der Nähe eines Baches eingegraben, soll vor Muren, Unwetter und Hochwasser schützen

Den Abschluss bildet eine bestickte Weihekorbdecke mit einem Symbol vom Osterlamm oder Kreuz in Rot gehalten, steht für Liebe, Kraft und Blut.

 

Nach den drei österlichen Tagen „ Triduum sacrum“ kommt der Höhepunkt des Kirchenjahres

Schon zeitig am Ostermorgen werde ich in die Kirche getragen um die Auferstehung  Jesus zu feiern.

Vor der Kirche brennt  das Osterfeuer, mit dessen Licht die Osterkerze entzündet wird. Diese Kerze wird im Laufe des Kirchenjahres bei  jeder Messe brennen.  Am Ende des Gottesdienstes  der Osternacht, segnet der Pfarrer die mitgebrachten Speisen, zusammen mit dem Osterfeuer- in einer Laterne – kommen wir in die Häuser der Familien.

Mit dem Osterfeuer  werden Holzspäne kurz angesengt, bei drohendem Unwetter im Sommer sollen diese vor Brand und Blitzschlag schützen.“

 

Viel Glück und ein gesegnetes Osterfest