Landluft gegen den Alltagsstress

In unberührter Natur entspannen und Teil eines Alltags sein, bei dem die Sonne der Wecker ist und das Wetter den Tag bestimmt: Urlaub am Land wirkt gegen Stress und Burnout.

Schon am frühen Morgen das gesunde Frühstück mit Brot aus dem eigenen Backofen samt selbstgemachter Marmelade von den hauseigenen Obstbäumen genießen. Im Kräuter-Garten der Bäuerin allerlei Wissenswertes zu Salbei oder Johanniskraut erfahren. Am Bauernhof lässt es sich gut mit der Natur leben und auch arbeiten. Beim Urlaub am Bauernhof lassen die Bauersleute ihre Gäste gerne an ihrem Leben teilhaben und erklären alte Gepflogenheiten oder geben sogar gerne Rezepte weiter.

 

 

 

 

 

 

Führende Stress-Forscher empfehlen den Urlaub am Land, „weil er tatsächlich das Beste bietet, was Urlaub bieten kann. Neues, Aufregendes, bei geregeltem Tagesablauf, wunderbare Umgebung, Gelegenheit zu körperlicher Betätigung und zu gutem Schlaf in guter Luft.“

Landleben als Therapie!

Schon das Riechen, Sehen und Hören auf dem Land hat einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden. Die Natur für unser soziales, körperliches und geistiges Wohlbefinden zu nutzen, darauf setzten sogar schon Krankenkassen.

Landleben als Therapie, um sich vom Alltagsstress zu erholen, einen Burnout zu verhindern oder zu behandeln das gibt es teilweise sogar schon unter ärztlicher Aufsicht. Nach dem Lauf der Natur zu leben statt vom Hamsterrad getrieben zu werden und mit den Hühnern zu Bett gehen. Abschalten statt ausbrennen. Immer mehr von Stress geplagte Menschen entdecken das Landleben als Therapie. Nur Vogelgezwitscher und Kuhglocken, die einem sanft aus dem Schlaf holen. Wandern über Almen, vorbei an Gebirgsbächen, Wäldern und Weidetieren. Und wenn man müde ist, sich mit einer kräftigen Jause in einer der zahlreichen bewirtschafteten Almhütten stärken. Denn das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Berge.

Kühe zählen, schlafen gehen!

Wenn es nicht der Urlaub auf der Almhütte ist, so wird mittlerweile gar der Ferienjob als Sennerin oder Senner für einen Sommer immer beliebter. Samtige Böden, Lärchenbäume an Waldgrenzen, blühender Almrausch und glücklich kauende Milchkühe auf den blühenden Almwiesen. Kein Wunder eigentlich, dass es immer mehr „Aussteiger“ auf Almen zieht. „Die Menschen haben immer mehr das Bedürfnis aus zu steigen“.

Die Arbeit auf der Alm ist aber sicher kein Honiglecken. „Das ist eine schwere und anspruchsvolle Arbeit. Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang gibt es immer etwas zu tun“. Zäune müssen repariert, abgängige Tiere gesucht werden. Und wenn eine Kuh abstürzt oder vom Blitz erschlagen wird, ist es schnell vorbei mit der Romantik. „Aber es gefällt ihnen, wenn sie lernen, wie man eigentlich Grundnahrungsmittel wie Butter, Käse oder Topfen macht“.

Beim ersten Tageslicht steht die karge körperliche Arbeit auf knapp zweitausend Metern an. Es wird auf Kühe, Kälber und Schafe geschaut und Käse machen gelernt. Sennerin für einen Sommer wollen immer mehr Stadt-Menschen sein, wollen für drei Monate misten und melken statt im Büro zu schuften. Sie wissen am Abend, wovon sie körperlich erschöpft sind.

Teil eines Alltags sein, bei dem die Sonne der Wecker ist und das Wetter die Arbeit vorgibt, das ist Stressabbau pur und mit einfachsten Mitteln erreicht.